Geschichte des Hallenbades

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Bürgerbewegung für ein Hallenbad seit Beginn der 1950er Jahren
(von Hannelore Mahnke)

Die Entstehung des Schleswiger Hallenbades
 in der Friedrich Ebert-Straße
(von Kirsten  Jensen)

Motivation zur Recherche
1958: Gründung des Hallenbad-Bauvereins Schleswig
Ratsversammlung 22. April 1965: Grünes Licht für Schleswigs Hallenbad
Ratsversammlung 16. Juni 1965: Ernennung des Hallenbasausschusses
Ratsversammlung 28. November 1966: Finanzierung des Hallenbades
Ratsversammlung 13. September 1968: Einrichtung der Baustelle
Ratsversammlung 18. August 1969: Bericht über Bauarbeiten
Ratsversammlung 23. Februar 1970
517 Teilnehmer beim Volksschwimmen (SN vom 9. 4. 1970)
Vor der Eröffnung: „Ein Hallenbad zum Verlieben“ (SN vom 11.4.1970)
Die Eröffnungsfeier (SN vom 13.4.1970)
Jung und alt beim Volksschwimmen (SN 13.4.1970)
Besucheransturm aufs Hallenbad (SN 15.4.1970)

Unser Hallenbad heute – im Jahre 2008
(Sieglinde Rossek)

Schulunterricht im Hallenbad
(Hedda Neumann, Realschullehrerin in Schleswig)


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Schleswiger Bürgerbewegung für ein Hallenbad seit
Beginn der 1950er Jahre
(von Hannelore Mahnke)

Schon Anfang bzw. Mitte der 50er-Jahre bestanden Bemühungen von engagierten Bürgern nach einer Lösung, der Schleswiger Bevölkerung, insbesondere der Jugend, die Möglichkeit zu geben, den Schwimmsport  auszuüben.

Federführend waren:
            der Kreissportverband mit seinem Vorsitzenden Studienrat Dominke
            der Kreisjugendring mit seinem Vorsitzenden Rektor Clausen
            die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft mit ihrem Vorsitzenden Weigandt

Begründungen für das Anliegen:
Schulen:
Jeden Schüler zu einem Schwimmer auszubilden. Der Schwimmunterricht in der Schwimmlehrstelle „Louisenbad“ ist nicht ausreichend. Eine Schwimmhalle bietet einen ganzjährigen, beständigen  Unterricht, welcher bei der Bekämpfung von Haltungsschäden der Schüler und der Gesunderhaltung der gesamten Jugend einen wichtigen Status einnimmt.
DLRG:
Aktive Tätigkeit der DLRG in der Erteilung von Lehrgängen für den Schwimmunterricht. Ausbildung zu Rettungsschwimmern und deren Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit zum Rettungswachdienst.

Fahrten zum Hallenschwimmbad Neumünster
Um der schwimm begeisterten Bevölkerung Gelegenheit zu geben, ein Hallenbad zu besuchen, veranstaltete die DLRG in enger Zusammenarbeit mit den Sport- und Turnvereinen und der Versehrten-Sportgruppe Fahrten auf eigene Kosten  zum Hallenschwimmbad nach Neumünster. Spitzenteilnehmer 185 Personen (4 Busse).
In einem Artikel der „Schleswiger Nachrichten“ vom 06.02.1958: „Die Zahl 185 gibt zu denken“ wird nochmals auf die Notwendigkeit der Einrichtung eines Hallenschwimmbades hingewiesen.

Gründung des Hallenbadbauvereins
Das jahrelange positive Bemühen nahm im Februar 1958 ernste Formen an:
Am 18.02.1958 Wahl eines Kuratoriums – Aufnahme von Vorbereitungsarbeiten und Information der Öffentlichkeit.
Am 02.05.1958 gründeten interessierte Kreise den Hallenbadbauverein mit dem Ziel, den bau des Hallenschwimmbades zur Sache jeden Bürgers zu machen. Vertreten waren der Sport, Stadt und Kreis, Industriegewerbe, Schulen, Bundeswehr, Bürgervereine und die Handwerkerschaft.

Spendenaktionen
Die Aktionen, die in Flensburg zum Erfolg geführt hatten, wurden vom Schleswiger Hallenbadbauverein übernommen: Spenden- und Jugendsammelaktionen, Verkauf von „Bausteinen“ an Sponsoren.
Die Schulen, Sportvereine, aktive Jugendgruppen unterstützten durch großes Engagement die Sammelaktionen für  dieses Projekt.
Erlöse von Benefizveranstaltungen, z.B. ein großer Jugendabend im Stadttheater und der Erlös der Peermarktlotterie, gingen in den Fonds des Hallenbadbauvereins.
Im Laufe der Jahre wurden 135.000 DM von der Schleswiger Bevölkerung durch Spenden aufgebracht.
Das war ein solider Anfang zur Finanzierung des Projektes Hallenbad. Der Erfolg der eigenen Bemühungen wurde durch die Hilfe von anderen Stellen gestärkt.

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Die Entstehung des Schleswiger Hallenbades
 in der Friedrich Ebert-Straße
(von Kirsten  Jensen)

Motivation zur Recherche
Während der spannenden und interessanten Diskussionen  der Schleswiger Bürger  nach dem Ratsbeschluss am 23. April 2007 zur Schließung der Schwimmhalle in der Friedrich-Ebert-Straße, hörte ich immer wieder von vielen Bürgern,  dass die Bevölkerung schon Ende der Fünfzigerjahre mit vollem Engagement hinter der Idee und dem Wunsch nach einer Schwimmhalle in Schleswig stand. So beteiligten sich  über viele Jahre Schulen und Vereine an den unterschiedlichsten Aktionen, um Spenden zu sammeln und damit  den Bau der Schwimmhalle zu unterstützen.
Das hat mich dazu gebracht, mehr Informationen über die Idee und die  Entstehung des Hallenbades zu sammeln und die Geschichte kennen zu lernen.
Bei der Umsetzung dieser Recherche habe ich im Gemeinschaftsarchiv des Kreises Schleswig-Flensburg und der Stadt Schleswig in alten Protokolle der Ratsversammlung und in alten Ausgaben der Schleswiger Nachrichten gelesen und die entsprechenden Informationen gefunden. Ich möchte mich hiermit ganz herzlich bei den Mitarbeitern dieser Einrichtung für ihre Hilfe und Unterstützung bedanken.

Kirsten Jensen

Die kursiv geschriebenen Texte wurden den genannten Artikeln der Schleswiger Nachrichten im Original entnommen.

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1958: Gründung des Hallenbad-Bauvereins Schleswig
Schon etliche Jahre hatte der Kreissportverband unter dem Vorsitz von Stud. Rt. Walter Dominke für den Bau eines Hallenbades geworben und Spenden gesammelt. Mitte Februar 1958 wurde das „Hallenschwimmbad-Kuratorium“ und Mitwirkung der Stadt gegründet. Dominke wurde der Vorsitzende. Am 2. Mai erfolgte die Gründung des „Hallenbad-Bauverein Schleswig“ mit Dominke als Vorsitzenden.

(Aus „Schleswig und die Schleswiger, 1945-1962“, 1987 Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte, Theo Christiansen.)

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Ratsversammlung 22. April 1965: Grünes Licht für Schleswigs Hallenbad

Aus dem Protokoll der Ratsversammlung vom 22. April 1965

TOP 14: Bau eines Hallenschwimmbades in Schleswig

Der damalige Bürgermeister hält den Sachvortrag. Der Ratsbeschluss für den Bau eines Hallenbades für Schleswig erfolgte einstimmig.

  • Die Trägerschaft für das Hallenschwimmbad übernimmt die Stadt Schleswig.
  • Es liegt ein Beschluss des Kreises Schleswig-Flensburg vor, sich mit 625.000 DM an den Baukosten zu beteiligen und vom jährlichen Unterschuss des Schuldendienstes für das vom Bund zu gewährende Darlehen in Höhe von 300.000 DM zu 1% und 2% Tilgung von 40 v.H. zu übernehmen
  • Der zu bildende Ausschuss für das Hallenschwimmbad soll  14 Mitglieder umfassen, je 4 Mitglieder des Kreistages und der Ratsversammlung, je 1 Mitglied der Kreisverwaltung und der Stadtverwaltung sowie 4 andere Mitglieder.
  • Die Verwaltung wird beauftragt, einen endgültigen Entwurf mit Kostenvoranschlag durch den Architekten Störmer, der auch den Vorentwurf anfertigte, nunmehr aufstellen zu lassen.
  • Die Ratsversammlung bestimmt als Standort für das Hallenschwimmbad das südöstliche Gelände der neu zu bauenden Strasse zwischen Suadicanistraße und Schubystraße.
  • Der Beschluss ergeht einstimmig.

Am 24. April 1965 melden  die Schleswiger Nachrichten:

Grünes Licht für Schleswigs Hallenbad

Es wird u.a. berichtet, dass Bürgermeister Dr. Kugler in seinem Sachvortrag auf der Ratsversammlung am 22. April Wert auf die Feststellung legt, dass die Stadt in der Förderung des Projektes jederzeit aktiv gewesen sei. Es sei ein langer Weg von der Rücklage von 10 000 DM für ein offenes Schwimmbecken im Jahre 1955 bis zu dem Beschluss, das die Stadt die Trägerschaft für das Hallenbad übernehme. Nur durch den Beschluss der Ratsversammlung, durch den das in Frage kommende Gelände in einen Bebauungsplan einbezogen wurde, sei es möglich gewesen, die zuständigen Stellen des Landes zu bewegen das Gelände herzugeben. Nach den überprüften Berechnungen von Architekt Störmer müsse angenommen werden, dass der zukünftige Zuschuss etwa 80 000 DM betragen werde.
Stadtrat Beske dankte für die Ratsversammlung dem Kreis Schleswig  für sein intensives Interesse an dem Hallenbad und für die großzügige Unterstützung eines Projektes, dass für die Jugend wie für die allgemeine Volksgesundheit von großer Bedeutung ist. Ratsherr Dr. Hase unterstrich, dass die Stadt und der Kreis Schleswig zu einem Opfer bereit sind, um eines schönen Ziels willen. Dank auszusprechen sei ihm ein Bedürfnis.
Dem Artikel beigefügt ist eine Skizze des Entwurfes des Architekten Störmers mit dem Grundriss im Erdgeschoss des Hallenschwimmbades vor. Im nächsten Jahr dürfte die große Baustelle eröffnet werden.

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Ratsversammlung 16. Juni 1965: Ernennung des Hallenbasausschusses

Aus dem Protokoll der Ratsversammlung vom 16. Juni 1965

TOP 5: Die Ratsversammlung benennt für den zu bildenden Hallenbad-Ausschuss folgende Vertreter: CDU – Stadtrat von Wahl, SPD – Ratsherr Schildt, SSW - Ratsherr Vollertsen, FDP – Ratsherr Petersen. Weitere Mitglieder: Studienrat Dominke und der jeweilige Standortälteste. Als Vertreter der Stadt Schleswig der jeweilige Bürgermeister, der erste Stadtrat in der Eigenschaft als ständiger Vertreter des Bürgermeisters. Der Beschluss ergeht einstimmig mit einer Enthaltung.
Der Bürgermeister bittet die Verwaltung nunmehr umgehend für die Herstellung der Funktionsfähigkeit dieses Ausschusses zu sorgen.

Die Schleswiger Nachrichten berichten am 17. Juni 1965 aus der Ratsversammlung das für das Hallenbad nach dem Finanzierungsplan für den von der Stadt aufzubringenden Anteil noch eine Rücklagenzuführung in Höhe von 50 000 DM notwendig wurden. Gleichzeitig wurden im außerordentlichen Nachtrag 35 000 DM aus der Hallenbadrücklage als Planungskosten veranschlagt.

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Ratsversammlung 28. November 1966: Finanzierung des Hallenbades

Aus dem Protokoll der Ratsversammlung vom 28. November 1966

TOP 11: Aufnahme in Höhe von 300.000 DM für den Bau eines Hallenschwimmbades.

Die Ratsversammlung beschließt, für den Bau des Hallenschwimmbades bei der Wehrbereichsverwaltung I in Kiel ein Darlehen in Höhe von 300.000 DM zu folgenden Bedingungen aufzunehmen: Zinssatz 1%, Tilgung 2% + ersparte Zinsen. Der Beschluss ergeht einstimmig.

In den Schleswiger Nachrichten vom 30. November 1966 wird u.a. berichtet:

300 000 – DM Darlehen für Hallenbad
„Jetzt ist das Land an der Reihe“

Der Beschluss über die Aufnahme eines Darlehens für den Hallenbadbau war einer von 18 Tagesordnungspunkten der Ratsversammlung. Wie Bürgermeister Dr. Kugler mitteilte ist mit dem Beschluss nicht das Startzeichen für den Baubeginn gegeben. Der Beschluss bedeutet jedoch einen Appell an das Land, seinerseits die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Bürgervorsteher Dr. Hase erwähnte, dass der Landesrechnungshof die Gesamtfinanzierung des Hallenschwimmbades als sehr günstig bezeichnet habe. Wie Ratsherr Wendt mitteilte, liegt bei der Stadt ein Schreiben vor, in der ein Bundesdarlehen in Höhe von 300.000 DM bei einprozentiger Verzinsung und zweiprozentiger Tilgung und ein Bundeszuschuss in Höhe von 450 000 DM fest zugesagt wurde.  Bürgermeister Dr. Kugler erklärte, dass an die Darlehensaufnahme die Bedingung geknüpft sei, innerhalb von zwei Jahren mit dem Bau zu beginnen. Dem Hallenbadbauverein empfahl Dr. Kugler, seine Mittel nochmals aufzustocken, um auch damit den Willen Schleswigs, endlich mit dem Bau zu beginnen, nachdrücklich zu dokumentieren. An die Kieler Adresse gerichtet, sagte Dr. Kugler, dass sich dort endlich jemand finden möge, der unter das Ergebnis der langwierigen Grundstückverhandlungen nun seine Unterschrift setze.

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Ratsversammlung 13. September 1968: Einrichtung der Baustelle

Aus dem Protokoll der Ratsversammlung  vom 13. September 1968

TOP 2: Bericht des Vorsitzenden des Bauausschusses:

Ratsherr Lüthen teilt mit, dass sich der Bauausschuss und Magistrat in zwei Sondersitzungen mit den Beschwerden und Gerüchten bezüglich der Vergabe von Aufträgen zum Bau des Hallenschwimmbades in Schleswig beschäftigt haben. Es habe sich eindeutig herausgestellt, dass sämtliche Beschwerden grundlos waren oder auf einem Missverständnis beruhten. Magistrat und Bauausschuss seien nach wie vor der Meinung, dass die Vergabe des Bauens an einen Generalunternehmer die beste Lösung darstelle.

Notiz in den Schleswiger Nachrichten vom 18. September 1968

Einrichtung der Hallenbadbaustelle

Gestern hat der Generalunternehmer für den Hallenbadbau, die Bremer Montagefirma „Deume 2000“ mit der Einrichtung der Baustelle an der künftigen Friedrich-Ebert-Strasse begonnen. Damit tritt der Hallenbadbau jetzt in sein sichtbares Stadium, nachdem bisher bereits auswärts Einzelteile in Auftrag gegeben und vorgefertigt worden sind. Wie berichtet sollen die reinen Bauarbeiten bis zum 30. September 1969 beendet sein. Die „Deume“ hat sich der Stadt gegenüber verpflichtet, das Hallenbad bis zum 10. Januar fertig zu übergeben.

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Ratsversammlung 18. August 1969: Bericht über Bauarbeiten

Aus dem Protokoll der Ratsversammlung vom 18. August 1969

TOP 2:  Der Bauausschussvorsitzende, Ratsherr Lüthen, berichtet, dass die Bauarbeiten an der Schwimmhalle zügig vorangehen und termingerecht im Februar 1970 beendet sein werden.

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Ratsversammlung 23. Februar 1970

Aus dem Protokoll der Ratsversammlung vom 23.02.1970

TOP 5: Verwendung des ausschüttungsfähigen Überschusses 1968 der Stadtsparkasse Schleswig.

Die Ratsversammlung genehmigt, dass vom Reingewinn der Stadtsparkasse Schleswig für das Rechnungsjahr 1968 ein nach bestimmungsmäßiger Abführung an die Sicherheitsrücklage verbleibender Restbetrag von 117.498,44 der Stadt zur Verfügung gestellt wird. Davon sollen 59 000 DM des Betrages für den Bau des Hallenbades mitverwendet werden.

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517 Teilnehmer beim Volksschwimmen (SN vom 9. 4. 1970)

Bericht in den Schleswiger Nachrichten  am 09. April 1970 (Auszug)

517 Teilnehmer am Volksschwimmen

Die Ausschreibung des Volksschwimmens am Nachmittag des Eröffnungstages Schleswiger Hallenbad fand ein starkes Echo. 517 Meldungen liegen für dieses erste Wettschwimmen in der neuen Halle vor. Sie kommen nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus dem Kreisgebiet, am stärksten aus dem Osten, in dem der Schwimmsport bereits aktiv betrieben wird. Im Kreis sind das vor allem Treia, Kappeln, Schuby und Silberstedt. In der Stadt Schleswig haben die Schulen – obwohl  zur Zeit Ferien sind – besonders viele Teilnehmer gemeldet.
Die drei ersten eines jeden Laufes erhalten als Anerkennung ein Eichenlaubsträußchen, je nach der Platzierung, mit einer goldenen, silbernen oder bronzenen Schleife. Dieses erste Wettschwimmen wird vom Kreissportverband mit Unterstützung der DLRG, des TSV Schleswig und von Schleswig 06 ausgerichtet.

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Vor der Eröffnung: „Ein Hallenbad zum Verlieben“
(SN vom 11.4.1970)

Am Sonnabend, 11. April 1970, veröffentlichen die Schleswiger Nachrichten einen ausführlichen Bericht über die bevorstehende Eröffnung des Schleswiger Hallenbades.

Jetzt ist immer Badesaison

Es ist soweit. Heute wird die Schleswiger Schwimmhalle eingeweiht. An der Eröffnungsfeier, die um 10 Uhr beginnt, werden vor allem der Kreistag und die Ratsversammlung sowie Vertreter der Stellen von Bund und Land, die für das 3-Millionen-Objekt finanzielle Verpflichtungen übernommen haben, teilnehmen. Wegen des nur begrenzt zur Verfügung stehenden Platzes musste die Zahl der Gäste auf 250 festgesetzt werden. Dafür ist das Hallenbad am Nachmittag für alle Interessierten geöffnet. Der Kreissportverband richtet dann aus Anlass der Eröffnung ein großes Volksschwimmen aus, für das sich über 500 aktive Teilnehmer gemeldet haben.

Ein Hallenbad zum Verlieben

Schleswigs Hallenbad ist fertig. Heute um 10 Uhr wird es mit einem Festakt offiziell seiner Bestimmung übergeben. Was die am Bau beteiligten Handwerker und neugierige Zaungäste schon seit einiger Zeit wissen, wird dann auch der Öffentlichkeit nicht mehr länger verborgen bleiben: Schleswigs neues Hallenbad ist ein ausgesprochen schönes Bauwerk, in dem sich sportliche Zweckmäßigkeit und architektonische Harmonie zu großzügiger Wirkung vereinigen. Mit den Bauarbeiten begonnen wurde am 20. Oktober 1968; sie dauerten fast bis zur letzten Minute vor der heutigen offiziellen Eröffnung. Die noch verbleibenden Außenarbeiten – eine Terrasse mit Abgang zum Freigelände, eine Liegewiese und ein Kinderplanschbecken – werden mit Beginn der sommerlichen Jahreszeit „nachgeliefert“.
Während der letzten Wochen und Tage ging es auf der Baustelle „rund“. Außen wie innen wurde unter Hochdruck gearbeitet. So erhielt die Friedrich-Ebert-Straße eine Teerdecke, wurden Parkplätze angelegt, wurde das Baugelände im engsten Umkreis um das Hallenbad mit Erde aufgefüllt und einplaniert. Im Hallenbad selbst wurden währenddessen schon die ersten Beckenfüllungen eingelassen – wenn auch zunächst nur probeweise. Die Abnahme aller technischer und sanitären Einrichtungen durch das Bauaufsichtsamt, das Gewerbeaufsichtsamt, den Gemeindeunfallverband, die Polizei, die Wasserschutzpolizei und Ordnungsamt erfolgte ohne nennenswerte Beanstandungen in der vorigen Woche.
Nach der Fertigstellung des Betonrohbaus, nach der Montage der überdachten Stahlkonstruktion und nach der Installation der Heiz-, Umwälz- und Filteranlagen gingen die Bauarbeiten zu Anfang dieses Jahres in die letzte Phase. Die Fliesen- und Kunststeinarbeiten nahmen erhebliche Zeit in Anspruch, der Einbau der Umkleidekabinen und Garderobenschränke verzögerte sich durch Lieferschwierigkeiten, die Malerarbeiten wurden im wesentlichen in der letzten Woche abgeschlossen. Der erste positive Eindruck den der Besucher vom lichtdurchfluteten Hallenbad empfängt, wird – vielleicht unbewusst – von der farblichen Wirkung ausgehen. Die dominierenden Farben sind „kühles“ Blau in allen Farbstufen von einem lichten Wasserblau bis zu einem intensiven Tiefblau und – im Kontrast dazu – ein „warmes“ Schokoladenbraun, ein intensives Orange und ein kräftiges Maisgelb. Neutralisiert wird der Farbkontrast durch relativ viel weiß. Farblich ein Schmuckstück ist das Hallenbad sogar dort, wo es kein Besucher sehen wird; im „Untergrund“. Kessel und Rohre – normalerweise eintönig grau gestrichen – erhielten hier einen Anstrich in leuchtenden Farben.

Das Hallenbad hat eine Größe von 15701,63 cbm umbauten Raum und 2973,66 qm Nutzfläche. Die Baukosten belaufen sich auf 3,1 Mill. DM; die reine Bauzeit betrug 14 Monate. Architekt Störmer nannte in seiner Ansprache beim Richtfest zu Pfingsten vorigen Jahres Preis und Bauzeit „eine ganz große Leistung“.

Im Hallenbad befinden sich ein großes 25 x 12,5 Meter-Becken und ein kleineres 16,5 x 8 m großes, 1,25 m tiefes Lehrschwimmbecken. Das an der tiefsten Stelle 3,95 m und an der flachsten Stelle 1,80 m tiefe Hauptbecken verfügt über einen Hubboden, der hydraulisch bis auf eine Wassertiefe von 0,30 m anzuheben ist, damit auch dieses Becken als Lehrschwimmbecken benutzt werden kann. Weiterhin gehören zum Hauptbecken ein Fünf-Meter-Sprungturm, ein Drei-Meter-Turm und ein 3 – m Sprungbrett, 5 Startblöcke sowie je sechs Unterwasserscheinwerfer an den beiden Längsseiten des Beckens. 40 bis 50 Schwimmer können es auf einmal benutzen. Das Hauptbecken und das Lehrschwimmbecken sind zu überblicken von der sogenannten „Elternbrücke“, einer Zuschauertribüne. Das ganze Hallenbad ist ausgerüstet nach dem neuesten Stand der technischen Entwicklung mit Sicherheitseinrichtungen und Komfort aller Art. Am Beckenrand laden beheizte Kunststein-Bänke zum Pausieren ein, Haartrockenföne stehen zur Verfügung, im Foyer des Hallenbades wird eine Milchbar eingerichtet.

Die Fertigstellung des Hallenbades soll zugleich Anlass sein, einen kurzen chronologischen Überblick über die Entstehung des Baues zu geben. Er wurde nachdem vielfache Hindernisse aus dem Wege geräumt waren, mit der Auflage feste Preise und Fristen einzuhalten, an einen Generalunternehmer, die „Deume 2000“ vergeben. An dem Bauvorhaben beteiligten sich als Träger die Stadt, der Bund, die Wehrbereichsverwaltung, die Garnison und der Hallenbadbauverein. Auf den Tag genau vor einem Jahr, am 11. April 1969, berichteten wir unter der Überschrift „Hallenbad bis Himmelfahrt richtfertig“, dass der Betonrohbau bis zur Oberkante des Erdgeschosses im wesentlichen fertiggestellt sei und die Stahlkonstruktion bis etwa zum 20. April in Schleswig eintreffen und montiert werde. Zu diesem Zeitpunkt – reichlich ein halbes Jahr nach Beginn der Bauarbeiten am 20. Oktober 1968 – waren die Erd- und Betonarbeiten im großen und ganzen abgeschlossen, waren insgesamt 5000 cbm Boden bewegt und 1200 cbm Beton eingebracht worden. Zum ersten Mal war aber auch der Terminplan durch den strengen Winter 1968/69 in Verzug geraten; insgesamt sollten sechs Wochen verlorener Bauzeit in 14 Tagen nachgeholt werden. Das Richtfest fand dann auch nicht wie vorgesehen zu Himmelfahrt, sondern zwei Tage vor Pfingsten 1969 statt. An dem Richtakt nahmen neben der Stadt Schleswig als dem Bauherrn auch die Vertreter aller am Bau mitwirkenden Organisationen und Firmen teil. Durch den langen und harten Winter 1969/70 gerieten die Bauarbeiten dann noch einmal in den Rückstand. Die ursprünglich für März vorgesehene Eröffnung musste um einen Monat verschoben werden. Heute nun ist es endlich soweit: Schleswig hat sein Hallenbad.

Woher das Geld kommt

Die Kosten für den Hallenbadbau belaufen sich einschließlich der Außenanlagen und einschließlich der Architektenkosten auf 3,1 Mill. DM. Diese Summe wurde aufgebracht vom Bund, der 450 000 DM als Zuschuss und 300 000 DM als von der Stadt zurückzahlbares Darlehen gab, vom Land, das sich mit einem Zuschuss von 650 000 DM am Bau beteiligte, vom Kreis, in dessen Zuschuss in Höhe von 700 000 DM ein von der Kreissparkasse zur Verfügung gestellter Betrag von 287 000 DM enthalten ist. Ferner der Hallenbadbauverein mit einem Eigenanteil von 135 000 DM und eine Stadtsparkassenanteil 115 000 DM sowie die Stadt mit dem Betrag von  750 000 DM. Den jährlich zu erwartenden Zuschussbedarf von 155 000 DM decken der Kreis zu 60% und die Stadt zu 40%. – Die Nebenkosten für den Hallenbadbau – in denen u.a. der Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße enthalten ist – belaufen sich auf 1,4 Mill. DM.

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Die Eröffnungsfeier (SN vom 13.4.1970)

Entsprechend dem Ereignis erscheint  in den Schleswiger  Nachrichten am Montag, den13. April 1970, in großer Aufmachung die Berichterstattung über die Eröffnungsfeier des Hallenbades mit der Überschrift:

 „Die Bevölkerung hat sich dieses Hallenbad ehrlich verdient“

Einen großen goldenen Schlüssel übergab der Architekt dem Bürgervorsteher, der ihn dann in die Hände des Bürgermeisters legt: Die neue Schleswiger Schwimmhalle mit deren Bau nach vielen Jahren der Vorbereitung am 20. September 1968 begonnen worden war, wurde am Sonnabendvormittag ihrer Bestimmung übergeben. Von allen Rednern, die bei der Eröffnungsfeier das Wort ergriffen, wurde die Schönheit und Zweckmäßigkeit des Baues hervorgehoben. – Am Sonnabendnachmittag veranstaltete der Kreissportverband ein großes Volksschwimmen, bei dem rund 450 Schwimmer an den Start gingen.

Es sei die Aufgabe der Gesellschaft, so sagte der Architekt Störmer bei der Eröffnungsfeier, die Voraussetzungen für eine echte Freizeitgestaltung zu schaffen, da die Konsum- und Freizeitgesellschaft sich mit zunehmender Beschleunigung entwickle. Architket Störmer bezeichnete unter diesem Aspekt eine neue städtische Schwimmhalle  als einen bedeutenden Schritt: „Sie ist ganzjährig und vielseitig zu benutzen und bietet auch die Möglichkeit zu familiengerechter Freizeitbeschäftigung.“. Störmer gab zu überlegen, ob es nicht angebracht sei, auf dem angrenzenden Gelände als Ergänzung zum Hallenbad zusätzliche Freizeiteinrichtungen zu schaffen. „Ich denke an einen Minigolfplatz, an Tischtennisanlagen und ähnliches. “Die reine Bauzeit gab der Architekt mit 16,5 Monaten an. Das der große, ebenso schöne wie zweckmäßige Bau in so kurzer Zeit entstehen konnte, sei ein Verdienst des Generalunternehmers, der „Deumo 2000“ und ihres Bauleiters, des Architekten Wahls und aller beteiligten Firmen, denen Störmer seinen Dank aussprach. Dem Bauherrn, der Stadt Schleswig, sagte er seinen Dank für eine stets gute Zusammenarbeit. – An die Schwimmmeister gewandt, denen er einen kleinen Behälter mit „Chlor für den Taschengebrauch“ überreichte, wünschte er, dass im Bad ständig lebendiges Treiben herrsche, sowie Glück und Unfallfreiheit.

Die Übergabe der Schlüsselgewalt an die Stadt symbolisierte der Architekt mit einem großen goldenen Schlüssel, den er Bürgervorsteher Dr. Hase überreichte. „Möge dieser Schlüssel zugleich die Herzen der gesamten Bevölkerung aufschließen, und möge diese Schwimmhalle eine Stätte froher Entspannung, körperlicher Ertüchtigung und fairer Wettkämpfe sein.“

Mit einem Dank an alle , die an dem Bau beteiligt waren, sei es bauend, sei es Spenden sammelnd und einem „Gut Naß“ als Gruß an die zukünftigen Badegäste gab der Bürgervorsteher das Schwimmbad mit den besten Wünschen der Ratsversammlung in die Obhut der Stadt, indem er den Schlüssel an Bürgermeister Dr. Kugler weiterreichte. Dr. Hase hob dabei, wie vor ihm schon Architekt Störmer, den besonderen Einsatz Dr. Kuglers für das Hallenbad hervor.

Der Erfolg hat viele Väter; das gelte auch für diese Schwimmhalle, sagte Bürgermeister Dr. Kugler. Dabei dürften nicht die verschiedenen Gewerke vergessen werden, die an diesem Bau mitgewirkt haben. Ihnen habe jedoch am 23. Mai 1969 bereits das Richtfest gegolten. Jetzt zur Eröffnung seien diejenigen versammelt, die das Bauwerk finanzierten: Bund, Land, Kreis, der Hallenbadbauverein und die Stadt (wenn auch wegen der schlechten Straßenverhältnisse der Vertreter des Landes nicht nach Schleswig gekommen war).

Es ist das letzte von der Bundeswehr mitgeförderte Hallenbad, das gebaut worden ist, hob der Bürgermeister in seiner Ansprache hervor. „Die Wehrbereichsverwaltung II und die in Schleswig stationierten Truppen haben dafür gesorgt, dass dieser Bau trotz entgegengesetzter Tendenz ei der Bundeswehrverwaltung noch verwirklicht wurde“. Ohne diese Hilfe hätte das Bad wahrscheinlich nicht mehr gebaut werden können. Seinen besonderen Dank stattete  Dr. Kugler dann dem Hallenbadbauverein ab, der 143 000 DM aufbrachte. Zuzüglich der Spenden der Stadtsparkasse über 115 000 DM mache das als Grundstock für das Bauvorhaben nahezu 10 Prozent der Gesamtbaukosten aus.

Aus der Vorgeschichte des Hallenbadbaus erinnerte Dr. Kugler an zwei Episoden: Um benötigte 2qm Land aus dem Besitz des Sozialministeriums zu erhalten, habe vier Jahre lang, von 1964 bis Ende 1967, verhandelt werden müssen, wobei am Ende drei Ministerien beteiligt waren. Die zweite Episode betraf die Verlegung eines geplanten Fußsteiges am Finanzamt. Diese Verlegung wurde nötig, weil die Oberfinanzdirektion befürchtet, dass ein Fußsteig, der zu dicht am Finanzamt vorbeigehe, zu einer Gefährdung des Steuergeheimnisses führe, da im Sommer bei geöffneten Fenstern die Passanten unerwünschte Zeugen von Amtsgesprächen werden könnten.

„Diese Eröffnung unseres Hallenbades soll  keine Schwimmoper und kein Schwimmzirkussein.“ Mit diesen Worten begründete der Bürgermeister dann den Entschluss, von besonderen Einweihungsattraktionen abzusehen. „Niemand springt im Frack ins Wasser (oder von Sprungturm ins ungefüllte Becken).“ „Wir eröffnen keinen Zirkus, sondern ein Hallenbad für die Stadt und das Umland.“ Dem Kreis sagte Dr. Kugler dabei Dank für seine finanzielle Hilfe.

Landrat Dr. Kühl gratulierte der Stadt und fügte hinzu: „Auch wir sind froh, die Schwimmhalle in dieser Vollendung vorzufinden.“ Dr. Kühl sah den Kreis in der Rolle eines Patenonkels, der seinem Patenkind, dem Hallenbad, bereits einiges geschenkt hat. „Und es wird uns in Zukunft sicherlich noch viel mehr kosten.“ Der Kreis werde seine Verpflichtungen nicht versäumen, denn das Hallenbad ist eine gute Sache, die die Stadt attraktiver macht“.

Die Bundeswehr habe die Finanzierung des Baus sichergestellt, um auch die Schwimmausbildung der Soldaten zu intensivieren, erklärte Dr. Biel als Vertreter der Wehrbereichsverwaltung I. „Ganz selbstlos waren wir also nicht.“ Zugleich habe aber die Finanzierungshilfe auch das gute Verhältnis zwischen Bundeswehr und Bevölkerung unterstreichen sollen. Schleswig ist eine alte Garnisonsstadt: das bringe für sie Vorteile aber auch Nachteile. Die Bundeswehr sei sich dessen bewusst, was sie der Stadt aber auch an Belastung aufgebürdet habe und noch aufbürden würde. „Darum werden wir auch in Zukunft ein offenes Ohr für Ihre Wünsche haben.“

Als vor 12 Jahren, 1958,  der Hallenbadbauverein gegründet wurde, so berichtete dessen Vorsitzender, Oberstudienrat Dominke, besaßen wir einen grenzenlosen Optimismus, sonst aber auch gar nichts. Er danke den Werbern und den vielen Spendern, erinnerte an verschiedene Werbeveranstaltungen des Vereins, so auch an das Hallenbadfest, das über 20 000 DM eingebrachte, und stellte dann fest: „Die Schleswiger Bevölkerung hat sich dieses Hallenbad ehrlich und redlich verdient..“ Zweckmäßig und modern diene es nicht nur als Sport-, sondern auch als Erholungsstätte. Dominke sprach die Hoffnung aus, dass es nun in einigen Jahren heißen  könne: jeder Schleswiger ein Schwimmer.

Drei Schleswiger Jungen und zwei Mädchen durchschwammen dann, „um Wassertemperatur und Chlorgehalt  zu prüfen“ und zugleich als Zeichen dafür, dass die Halle in Betrieb genommen wurde, das große Becken. Anschließend zeigte die Neptun-Schwimmriege des Kieler Turmvereins der „höheren Künste“ im Wasser: Wasserballett und Turmspringen:

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Jung und alt beim Volksschwimmen (SN 13.4.1970)

Jung und alt beim Volksschwimmen

Am Nachmittag des Eröffnungstages, des 11. April 1970 (ein Tag an dem es in diesem Jahr nach einem überlangen Winter noch einmal unablässig schneite), wurde das Hallenbad von jung und alt im Rahmen eines großen Volksschwimmens in Besitz genommen.

Pünktlich um 14 Uhr begannen dann die Wettkämpfe. Die Schwimmhalle füllte sich mit Leben. Jugendliche und Erwachsene aus Stadt und Kreis nahmen Aufstellung, um bei diesem ersten Volksschwimmen in Schleswig dabei zu sein. Auf dem Laufsteg über dem Schwimmbecken standen zahlreiche Eltern, die sehen wollten, wie ihre Kinder die 25-m-Bahnen im Wettkampf einweihten. Gemeldet hatten sich für diesen Volksschwimmwettkampf schon jüngste Schwimmer und Schwimmerinnen. Und sie durften auch mit dem ersten Lauf den Kampf eröffnen.

Die Organisation in der Schwimmhalle klappte auf Anhieb. Das Programm wurde so flott abgewickelt, das man vor der Zeit fertig war, was sich allerdings auch daraus erklärt, dass wegen der schlechten Straßenverhältnisse nicht alle gemeldeten Schwimmer teilnehmen konnten. Die DLRG, der TSV Schleswig und Schleswig 06 hatten qualifizierte Kräfte bereitgestellt. Einige Male musste die DLRG eingreifen, als sich junge Schwimmer überschätzt hatten und in Schwierigkeiten gerieten. Schnelles Eingreifen ließ aber nie Gefahr aufkommen.

Dieser erste Schwimmwettkampf in Schleswig wurde als großer Erfolg gewertet. Die ersten drei eines jeden Laufes erhielten einen Eichellaubkranz mit goldener, silberner bzw. bronzener Schleife.

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Besucheransturm aufs Hallenbad (SN 15.4.1970)

Schleswiger Nachrichten vom 15. April 1970 berichteten über

Besucheransturm aufs Hallenbad – und schwerer nächtlicher Einbruch

In der Nacht zum Dienstag wurde im neuen Hallenschwimmbad, nachdem es am Montag seinen ersten Besucheransturm erlebt hatte, ein schwerer Einbruch verübt. Unbekannte Täter verwüsteten den Raum des Maschinenmeisters, brachen den Münzwechselautomaten in der Vorhalle, einen Zigarettenautomaten, vier Kühlschränke und einen Eisschrank in der Milchbar auf. erbeuteten sie Hartgeld; sie plünderten den Zigarettenautomaten, nahmen fünf Flaschen Alkohol und weitere Geldbeträge mit. Der völlig zerstörte Münzwechselautomat hat nach Angaben der Kriminalpolizei einen Wert von 4000 bis 5000 DM.

Die Einbrecher drangen von der Rückseite ins Hallenbad ein, indem sie mit einer Spitzhacke eine metallene Kellertür aufbrachen. Vom Keller gelangten sie in den Raum des Maschinenmeisters, wo sie sich offenbar mit ihnen geeignet erscheinenden Werkzeugen versorgten. Nach Aufbrechen einer weiteren Tür machten sie sich dann im Gemeinschaftsraum der Milchbar ans zerstörerische Werk. Kurz nach Antritt seiner Arbeit entdeckte– gegen 6.15 Uhr - der Maschinenmeister den Einbruch. Als erstes fand er u.a. herumliegende Würstchenreste. Bereits im Laufe des frühen Vormittags wurde, nachdem die Kriminalpolizei die Schäden aufgenommen hatte, wieder Ordnung geschaffen. Bauliche Schäden sind mit Ausnahme der aufgebrochenen Türen nicht verursacht worden.

Am ersten Tag des öffentlichen Betriebes verzeichnete das Hallenbad einen außerordentlichen Andrang, so dass sich längere Wartezeiten nicht vermeiden ließen. In fünf Stunden waren rund 800 Personen, zum großen Teil Kinder, zum Schwimmen und Baden gekommen. Die Stadt empfiehlt, den ersten Besuch so lange zurückzustellen, bis der erste große Ansturm abgeflaut ist. An sofort werden nur so viele Badegäste eingelassen, wie es das Fassungsvermögen des Bades und die Sicherheit erlauben. Die Stadtverwaltung macht ferner darauf aufmerksam, dass sich Verzögerungen in der Abfertigung der Badegäste ergeben können, solange der beim Einbruch zerstörte Münzwechselautomat außer Betrieb ist. Bis zur Beschaffung eines neuen Wechselautomaten wird voraussichtlich noch einige Zeit vergehen. Den Badegästen wird deshalb angeraten, Wechselgeld bereitzuhalten.

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Stand: 10.12.2010